Mitgliederversammlung am 1. März im Kellerhäusl

Mitgliederversammlung am 1. März im Kellerhäusl

Krippen faszinieren Menschen jeden Alters

Von Adele Schütz

Zweifelsohne sind es Krippen, die den wunderbaren, geheimnisvollen Zauber von Weihnachten in sich bergen und auf vielfältige Weise aufstrahlen lassen. Die Schnaittenbacher Krippenfreunde kennen diesen Zauber der Krippen, den sie möglichst vielen Menschen erschließen wollen. Als Verein haben sie sich den Erhalt und die Wiederbelebung der Krippentradition in Schnaittenbach und Umgebung auf die Fahne geschrieben. Dieser Tage traf sich der junge Verein zu seiner ersten Jahreshauptversammlung seit seiner Gründung im Kellerhäusel und konnte auf einen ereignisreichen Start als Verein zurückblicken, der mit Erfolg gekrönt war.

Der Vorsitzende der Krippenfreunde Schnaittenbach Ulrich Reindl freute sich bei seiner Begrüßung über die rege Teilnahme der Vereinsmitglieder an der ersten Jahreshauptversammlung des noch sehr jungen Vereins. Er nahm diese erste Mitgliederversammlung als Anlass und Gelegenheit, auf die Gründung des Vereins am 10. Mai 2019 zurückzublicken.

Schon bald nach der Gründung sei Diözesanbischof Rudolf Voderholzer durch einen Zeitungsartikel auf den Verein aufmerksam geworden, informierte Ulrich Reindl. Er hätte seine Freude über die Vereinsgründung zum Ausdruck gebracht und seinen Besuch der Krippenausstellung am ersten Adventswochenende im Kulturstadl in Schnaittenbach angekündigt. Zugleich habe er die Schnaittenbacher Krippenfreunde zu einem Gegenbesuch nach Regensburg in das Bischöfliche Ordinariat mit Besichtigung seiner privaten Krippensammlung am 30. März eingeladen. „Für die Besichtigung der privaten Krippensammlung des Bischofs herrscht oberpfalzweit eine rege Nachfrage“, betont Reindl.

Neben der Vereinsgründung mit den vielen üblichen bürokratischen Hürden hat der neu gegründete Verein mit einer enormen Dynamik und großem Engagement eine Menge auf die Beine gestellt, wie der Bericht von Ulrich Reindl zeigte. Als Informationsquelle für Mitglieder und Interessierte sowie als Plattform für Informationen, Termine und Berichte sei eine vereinseigene Homepage unter der Adresse www.krippenfreunde-schnaittenbach.de angelegt worden. In fünf Arbeitssitzungen und weiteren kurzen Besprechungen seien laut Reindl verschiedene Beschlüsse gefasst worden. Weiter seien zwei Krippenbaukurs, einer für Kinder und einer für Erwachsene organisiert und im Werkraum der Grund- und Mittelschule abgehalten worden. Dank für das Überlassen des hervorragend ausgestatteten Werkraums gingen an die Stadt Schnaittenbach und die Grund- und Mittelschule in Person von Rektorin Michaela Bergmann. Der Kinderkrippenbaukurs mit neun Kinder aus den dritten Klassen sei nach seinen Aussagen von Peter Pichl und Bernhard Büller in Unterstützung durch Richard Rauch und Karin Kraus mustergültig vorbereitet und federführend durchgeführt worden. Auch mit der Organisation und Durchführung des Krippenbaukurses für Erwachsene habe der Verein Neuland betreten. Mit Josef Schafbauer aus Rückersricht bei Moosbach habe man einen engagierten Kursleiter gefunden, der immer bemüht war, auf die Wünsche und Anregungen der Teilnehmer einzugehen. An insgesamt neun Abenden hätten die Teilnehmer sehr individuelle Krippen nach ihren Vorstellungen gebaut und den Abschluss des Krippenbaukurses an einem geselligen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen im Kellerhäusel gefeiert. Im Vorfeld der Krippenausstellung habe man die Mitglieder ebenfalls zu einem kurzweiligen Nachmittag in das Vereinslokal eingeladen. „Die Krippenausstellung am ersten Adventswochenende war ein voller Erfolg“, freut sich Ulrich Reindl. Er erinnerte, dass er aus bekannten Gründen nicht teilnehmen konnte, allerdings von Peter Pichl, allen anderen Mitgliedern des Vorstands und einigen weiteren engagierten Mitgliedern bestens vertreten wurde. In der abwechslungsreich gestalteten Krippenschau, habe man den ungefähr 500 zahlenden Besuchern sowohl die meisten der in den beiden Baukursen neu gebauten Krippen als auch viele andere neuere und alte Darstellungen der Geschehnisse der Heiligen Nacht mit zum Teil wertvollen Figurensätzen einen Platz präsentiert. Dank richtete Ulrich Reindl an die Stadt Schnaittenbach für die zur Verfügungstellung des Kulturstadls, der für eine Krippenschau ein geniales Ambiente biete. „Das Konzept mit einer frühzeitigen Vorbereitung des Ausstellungsraumes und der Anlieferung der Krippen in entspannte Atmosphäre und eine offizielle Eröffnung im Kreis der Mitglieder und der geladenen Gäste seien eine gute Sache gewesen, bemerkte der Vorsitzende. Höhepunkt der Ausstellung sei nach seinen Aussagen sicherlich der Besuch des Bischofs Rudolf Voderholzer am Sonntagnachmittag gewesen.

Mit Blick auf die Vereinsentwicklung hatte Ulrich Reindl ebenfalls Erfreuliches zu berichten: Von den 22 Gründungsmitgliedern sei der Verein inzwischen auf 60 Mitglieder angewachsen, die sich im Alter von zweieinhalb Jahren bis 87 Jahren bewegen. „Man sieht also, Krippen sprechen Menschen jeder Altersstufe an“, meinte Reindl. Er bat dahingehend um Mitgliederwerbung und informierte, dass Beitrittserklärungen ebenso wie die Satzung auch über die Homepage hochgeladen und ausgedruckt werden könnten. Reindl betonte: „Auch wenn wir im ersten Jahr unseres Bestehens noch nicht alle in der Satzung genannten Punkte abgedeckt haben, was ja auch nicht vorrangiges Ziel war und unbedingt erwartet werden konnte, so befinden wir uns mit den bisherigen Aktionen und Angeboten doch auf einem guten Weg. Mit jeder Krippe, die neu entsteht, kommen wir unserem Ziel, dass in jedem Haus eine Krippe steht und sich die Menschen in Schnaittenbach und Umgebung, insbesondere die Kinder, mit einer Krippe und den dazugehörigen Figuren beschäftigen, ein Stück näher“. Er kündigte zur Erfüllung des Vereinsziels für dieses Jahr wieder je einen Krippenbaukurs für Kinder und Erwachsene an, außerdem soll es heuer im Advent erstmals einen Krippenweg in Schnaittenbach geben. Künftig soll nach seinen Infos dann jährlich wechselnd entweder eine Krippenausstellung oder ein Krippenweg stattfinden.

Der anschließende Kassenbericht von Markus Grünwald zeigte, dass der junge Verein sich auch finanziell gut aufgestellt hat. Helmut Pichl und Karin Kraus bestätigten in ihrer Funktion als Kassenprüfer eine geregelte Kassenführung, so dass der Kassier entlastet werden konnte.

Bürgermeister Sepp Reindl zollte dem jungen Verein Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit im ersten Vereinsjahr und für die beachtlichen Projekte. Er freute sich über den enormen Zuspruch der Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung und wertete diesen als deutlichen Wunsch, sich der Weihnachtskultur zu nähern. Das Stadtoberhaupt bemerkte, dass gerade über die Krippenbaukurse Kinder und Jugendliche erreicht werden könnten und hier der Verein dabei sei, sich in der Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt bestens aufzustellen. Großes Interesse zeigte Sepp Reindl als Mitglied auch am geplanten Krippenweg und bekundete seinen Wunsch, sich an dessen Realisierung zu beteiligen. Stellvertretender Bürgermeister und Vereinsmitglied Uwe Bergmann bedankte sich für das vielfältige Engagement des Krippenvereins und wertete diesen als wahre Bereicherung für die Vereinslandschaft der Stadt. Er regte an, der Schule für die Adventszeit eine Krippe zur Verfügung zu stellen, um bei den Kindern und Jugendlichen Interesse für die Krippentradition zu wecken. Die Anregung fand bei Ulrich Reindl Gefallen. Dieser rief das ereignis- und erfolgreiche erste Jahr der Krippenfreunde Schnaittenbach in einer schönen Bilderschau noch einmal in Erinnerung.

Vorsitzender Uli Reindl bei der Begrüßung
Das Gastzimmer im Kellerhäusl war mit nahezu 40 Krippenfreunden gut besetzt.
Ulrich Reindl

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